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Personalisierte Lernkonzepte an Schweizer Schulen

Engagierte Lehrpersonen entwickeln seit Jahren vielfältige Schul- und Unterrichtsmodelle für erfolgreichen Unterricht in heterogenen Lerngruppen.

Gesellschaftliche und bildungspolitische Veränderungen haben dazu geführt, dass sich Schulen zunehmend stärker an den individuellen Voraussetzungen und Entwicklungszielen der Schülerinnen und Schüler orientieren und einen lernstandbezogenen Aufbau fachlicher und überfachlicher Kompetenzen gewährleisten müssen. Zahlreiche Schulen haben in den letzten Jahren auf diese Herausforderungen reagiert. Sie haben neue Formen der Unterrichtsorganisation, des individualisierten Lernens und der Lernunterstützung entwickelt und eingeführt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Schulen mit „personalisierten Lernkonzepten“.

Durch wechselnde Lernszenarien, abgestufte Aufgaben, differenzierte Rückmeldungen und ressourcenorientierte Lernberatung werden die Schülerinnen und Schüler individuell gefördert.

Das Spektrum der Schulen mit „personalisierten Lernkonzepten“ ist breit. Es umfasst Schulen, die innerhalb der herkömmlichen Gruppierungsformen, Zeitstrukturen und Raumsituationen vermehrt Gelegenheiten für selbstgesteuertes und kooperatives Lernen auf eigenen Wegen und in eigenem Tempo schaffen (u.a. durch „Erweiterte Lehr- und Lernformen“). Es finden sich aber auch Schulen, in denen der Unterricht nicht mehr vorwiegend in Stammklassen, sondern in klassen- oder jahrgangsübergreifenden Lerngruppen stattfindet. Flexible Lernlandschaften, offene Raumkonzepte und spezielle Instrumente zur Dokumentation und Unterstützung individueller Lernwege sind charakteristisch für solche Schulen.

Dem Forschungsteam am Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie und Didaktik amInstitut für Erziehungswissenschaft der Universität Zürich und der Mercator Stiftung ist es wichtig, Einblick in Schulen mit personalisierten Lernkonzepten zu erhalten. Das Ziel besteht darin, die vielfältige Praxis einschliesslich der Anforderungen an Lernende und Lehrende zu dokumentieren und auch Wirkungen zu erfassen.

Diesen Einblick können uns öffentliche und private Schulen der Primar- und Sekundarstufe in der deutschsprachigen Schweiz gewähren. Die teilnehmenden Schulen erhalten im Gegenzug vielfältige Anstösse und entlastende Unterstützung in ihrer Schul- und Qualitätsentwicklung.