perLen-Tagung – Einblicke in erste Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „Personalisierte Lernkonzepte in heterogenen Lerngruppen“

Am Mittwochnachmittag, 07.09.2016, fand an der Universität Zürich eine Tagung für Schulleitungen und Lehrpersonen statt, die sich am Forschungsprojekt perLen beteiligt hatten. Nach der Begrüssung der rund 100 Teilnehmenden eröffneten die Mitglieder der Projektleitung Prof. K. Reusser, Prof. C. Pauli, Prof. D. Petko und Dr. R. Stebler die Tagung mit einem Referat, in welchem unter anderem eine Annäherung an den Begriff der Personalisierung geleistet und erste Ergebnisse präsentiert wurden.

Im Anschluss an das Eingangsreferat wurden in fünf verschiedenen Ateliers ausgewählte Ergebnisse vertieft. Dabei ergaben sich unter den Teilnehmenden rege und auch schulhausübergreifende Diskussionen. Es wurden Kontakte geknüpft, Erfahrungen ausgetauscht und Ergebnisse der perLen-Studie mit der Situation in der eigenen Schule verglichen. Im Atelier 1 wurde beispielsweise darüber diskutiert, wie selbstständig und kompetent sich Schülerinnen und Schüler im Schulalltag wahrnehmen.

Im Schlussreferat mit dem Titel „Personalisiertes Lernen – Die Zukunft der Schule?“ erörterte Prof. K. Reusser die positiven Ergebnisse der perLen-Studie, die – im Lichte der empirischen Unterrichtsforschung – durchaus ein erfreuliches Bild der Arbeit von Lehrkräften in innovativen Schulen zeichnen. Gleichzeitig wies er auf mögliche Risiken von offenen bzw. personalisierten Unterrichtsarrangements hin. Gerade vor dem Hintergrund eines naiv verstandenen konstruktivistischen Unterrichtsverständnisses werden „offener Unterricht“ oder „selbstorganisiertes Lernen“ teilweise auch heute noch wenig effektiv umgesetzt.

Die Tagung klang mit einem reichhaltigen Apéro-Buffet aus. Hier bot sich nochmals Gelegenheit zum Austausch und zur Klärung offener Fragen. Die direkte Begegnung von Lehrpersonen, Schulleitenden und Mitgliedern des perLen-Forschungsteams sowie die Möglichkeit, mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen innovativen Schulen Ergebnisse zu diskutieren, trugen wesentlich zum Erfolg der perLen-Tagung bei.

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Liana Pirovino, Christine Mötteli

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